Am 3. März 2026 wurde im Rathaus die Ausstellung „Stadtnatur & Insekten“ eröffnet. Bürgermeister Christian Schweitzer begleitete die Eröffnung offiziell. Noch bis zum 28. März 2026 können interessierte Bürgerinnen und Bürger die Ausstellung zu den Öffnungszeiten des Rathauses besuchen.
Die Ausstellung macht auf anschauliche Weise deutlich, worauf es beim Schutz von Insekten, Bienen und Schmetterlingen ankommt. Sie zeigt aber auch, dass Artenschutz nicht nur ein Thema für Sonntagsreden ist, sondern ganz konkret vor Ort beginnt: in Gärten, auf Schulhöfen, auf Vereinsflächen und überall dort, wo Natur wieder mehr Raum bekommt.
Für uns ist klar: Wer über Umwelt- und Naturschutz spricht, muss auch dafür sorgen, dass Engagement vor Ort möglich wird. Genau deshalb sind die Förderprogramme des Landes Nordrhein-Westfalen ein wichtiger Baustein. Mit den Umweltschecks „Naturschutz“ können Projekte unbürokratisch mit bis zu 2.000 Euro unterstützt werden. Gefördert werden unter anderem Blühflächen, insektenfreundliche Bepflanzungen, kleine Biotope, Nistmöglichkeiten oder Entsiegelungsmaßnahmen.
Das ist ein sinnvoller Ansatz: nicht nur Probleme benennen, sondern Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Initiativen und Schulen konkret in die Lage versetzen, selbst etwas zu verändern. Denn biologische Vielfalt schützt man nicht mit wohlklingenden Überschriften allein – manchmal beginnt Fortschritt eben ganz unspektakulär mit einer Wildblumenfläche statt der nächsten Schotterecke.
Besonders wichtig ist, dass diese Förderung vielen offensteht. Antragsberechtigt sind Privatpersonen ebenso wie Vereine und andere Organisationen. Voraussetzung ist, dass die Maßnahme dem Natur- und Artenschutz dient, erst nach Bewilligung begonnen wird und bis zum Jahresende abgeschlossen ist. Anträge können bis zum 30. September 2026 online gestellt werden.
Wir begrüßen ausdrücklich, dass auch vor Ort bereits Interesse an solchen Projekten besteht. Das zeigt: Natur- und Artenschutz sind keine abstrakten Schlagworte, sondern Teil einer verantwortungsvollen Kommunalpolitik. Wer Hemer lebenswert erhalten will, muss auch die kleinen Lebensräume im Blick behalten. Gerade dort entscheidet sich oft, ob aus guten Absichten am Ende auch sichtbare Ergebnisse werden.
Eure Fraktion
